Orientierungsstufe
Die pädagogische Arbeit in der Orientierungsstufe
Der Übergang von der Grundschule zu einer der weiterführenden Schulen ist für Kinder ein aufregender und einschneidender Vorgang. Es ist den Lehrern und Lehrerinnen an der AVS deshalb besonders wichtig, den Kindern einen möglichst behutsamen Übergang zu ermöglichen und alles zu tun, damit sich die Schülerinnen und Schüler an ihrem neuen Lernort und in ihrer neuen Klassengemeinschaft wohl fühlen.
Neben den notwendigen Neuerungen finden unsere Schüler und Schülerinnen der Orientierungsstufe deshalb möglichst viele vertraute Elemente aus der Grundschulzeit vor. Dazu gehören an der AVS zunächst organisatorische Grundlagen, die vor allem den Lehrereinsatz betreffen:
- Die Klassenlehrerin bzw. der Klassenlehrer erhält als wichtigste Bezugsperson möglichst viele Stunden in ihrer bzw. seiner Klasse, wenn möglich, wird sie oder er mit ihren beiden Fächern in der Klasse eingesetzt.
- Daneben werden möglichst wenig weitere Fachkräfte mit jeweils möglichst vielen Stunden eingesetzt, sodass insgesamt eine relativ geringe Anzahl von Lehrkräften in einer Klasse unterrichtet. Ein frühzeitige Festlegung der Klassenkollegien erleichtert inhaltliche Absprachen.
- Ein zu Beginn der Schulzeit stattfindender Klassenlehrertag erleichtert den Kindern das gegenseitige Kennen lernen.
- Schülerpaten aus höheren Klassen ermöglichen den Sextanern und Sextanerinnen die Schule schneller zu erobern und lassen die Möglichkeit zu, sich bei Problemen an ältere Schüler zu wenden.
Dieser äußere Rahmen wird natürlich durch pädagogische und didaktisch-methodische Maßnahmen gefüllt. Dazu gehören z.B.:
- Die pädagogischen Orientierungsstufenkonferenzen, die jeweils für die 5. und 6. Klassen im Herbst stattfinden und in denen es nicht schwerpunktmäßig um den Leistungsstand des einzelnen Kindes geht. Den Lehrkräften wird damit die Möglichkeit zum Austausch und zu einer engeren Kooperation im Team gegeben.
- Das im fünften Schuljahr stattfindende „Soziale Lernen“, das in 10 Wochen zwei Wochenstunden zweier Kollegen (meist Klassenlehrer und stellvertretender Klassenlehrer) blockt und damit Team-Teaching ermöglicht.
- Fächerübergreifende Lern- und Arbeitstechniken, d.h. das Lernen lernen, wie z. B. der Computerführerschein
- Förderkurse für Legastheniker
- Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kollegen, um gegenseitige Erwartungen und Vorstellungen zu erörtern und abzuklären. Der vorbereitende Elternabend, der kurz vor den Sommerferien stattfindet, dient dem Kennen lernen und dem Überwinden von „Schwellenängsten“.

